Deutsche Behörden registrieren stark gestiegene Spionageaktivitäten russischer Geheimdienste

veröffentlicht am

Sicherheitsbehörden beobachten zunehmende Aktivitäten ausländischer Geheimdienste in Deutschland. Ein aktueller Fall in Frankfurt zeigt die Dimensionen der Bedrohung: Vardges I., Robert A. und Arman S. stehen seit Dezember 2025 vor Gericht, weil sie im Auftrag des russischen Geheimdienstes spioniert haben sollen. Ziel der mutmaßlichen Aktivitäten war nach Angaben der Bundesanwaltschaft der in Deutschland lebende Mikael S.; Vardges I., ein 44-jähriger armenischer Staatsangehöriger, soll den Auftrag Anfang Mai 2024 erhalten haben.

Allein in Hessen registrierte das Landesamt für Verfassungsschutz im vergangenen Jahr 1800 Spionagevorgänge, die russischen Geheimdiensten zuzuordnen waren. Für dieses Jahr rechnet die Behörde mit über 2100 Fällen. Hinzu kommt verstärkte Aktivität von China und Iran. Die Sicherheitslage hat sich insgesamt verschärft, die Bedrohungen werden immer komplexer und dynamischer – einschließlich hybrider Bedrohungen, Cyberangriffe und Drohnenincidenter. Das Hessische Landesamt für Verfassungsschutz hat darauf mit der Schaffung einer neuen Abteilung für Spionage und operative Aufklärung reagiert.

Kernpunkte:

  • Sicherheitsbehörden nehmen zunehmende Aktivitäten ausländischer Geheimdienste wahr
  • Vardges I., Robert A. und Arman S. stehen seit Dezember 2025 vor dem Staatsschutzsenat des Frankfurter Oberlandesgerichts
  • Der Vorwurf ist Spionage im Auftrag des russischen Geheimdienstes

Quelle: FAZ (Deutsch)