Baltische Staaten sehen sich an vorderster Front gegen russische Druckversuche

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Die Befürchtungen wachsen, dass Russlands Strategie der Einschüchterung des Westens durch Sabotageeinsätze, Cyberangriffe und andere „Grauzoneneinsätze" eines Tages zu einer direkten Konfrontation mit der NATO führen könnte. Narva in Estland und Daugavpils in Lettland gelten als besonders gefährdet, da sie nah an der russischen Grenze liegen und bedeutende russischsprachige Bevölkerungen haben. Russland nutzt derzeit Drucktaktiken wie GPS-Jamming, Drohnen und Cyberangriffe, um die NATO-Reaktion zu testen und gleichzeitig direkter militärischer Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen.

Die Gefahr besteht darin, dass sich der Westen allmählich an solche Vorfälle gewöhnt und einen ernstereren Angriff zunächst als bloße Provokation wahrnehmen könnte, wodurch der Kreml Zeit für seine Operationen gewönne. Erschwerend kommen Spannungen innerhalb der NATO und in den US-europäischen Beziehungen hinzu, während die europäischen Länder ihre Militärfähigkeiten aufbauen. Die baltischen Staaten haben ihre Rüstungsausgaben bereits erheblich gesteigert und geben nun etwa fünf Prozent ihres BIP für Verteidigung aus.

Der Westen wird aufgefordert, seine militärische Präsenz in der Region zu verstärken, Pläne zum Rückzug von US-Truppen aus Europa aufzugeben und die Ukraine weiter zu unterstützen. Jeder russische Versuch, auch nur einen kleinen Teil des NATO-Territoriums zu erobern, muss mit einer entschiedenen und geschlossenen Antwort beantwortet werden.

Kernpunkte:

  • Russlands Strategie der Ausübung von Druck auf den Westen könnte über Sabotage, Cyberangriffe und andere „Grauzoneneinsätze" hinausgehen.
  • Die Befürchtungen wachsen, dass Moskau eines Tages direkt die Bereitschaft der NATO zur Verteidigung ihres Territoriums testen wird.
  • Unter den anfälligsten möglichen Zielen sind Narva in Estland und Daugavpils in Lettland.

Quelle: Charter97 (Englisch)