Ukrainische Soldaten sind während ihrer militärischen Ausbildung in Deutschland unerlaubt vom Dienst geflohen. Die Bundeswehr bestätigt Fälle von Desertion, wobei bundesweit mehrere Hundert bekannt sind, allein in Sachsen-Anhalt etwa 80. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.
Deutsche Sicherheitsbehörden entdeckten ein Waffenlager nahe Berlin mit zwei Handfeuerwaffen und Munition, die funktionsunfähig gemacht wurden. Die Behörden gehen davon aus, dass das Depot für einen Anschlag angelegt worden war und vermuten geheimdienstliche Agententätigkeit sowie eine mögliche Beteiligung fremder Mächte.
In Kroatien wurde der Ukrainer Wolodymyr Z. auf Basis eines deutschen Europäischen Haftbefehls festgenommen. Der Verdächtige wird der Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines im September 2022 beschuldigt. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm unter anderem das gemeinschaftliche Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vor. Z. sitzt derzeit in Untersuchungshaft in Pula.
Kernpunkte:
- Bundeswehr bestätigt Flucht während militärischer Ausbildung
- Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen
- Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass das Waffenlager für einen Anschlag angelegt worden sei
Quelle: FAZ (Deutsch)
