Litauen baut Militärlager für Bundeswehr-Brigade an belarussischer Grenze

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Litauen erweitert bedeutend die Militärinfrastruktur am Truppenübungsplatz Rūdninkai nahe der belarussischen Grenze, um die Panzerbrigade 45 der Bundeswehr und andere NATO-Kräfte unterzubringen. Der Standort liegt etwa 40 Kilometer südwestlich von Vilnius und weniger als 20 Kilometer von Belarus entfernt. Die Planungen begannen 2022 nach Russlands Invasion der Ukraine; mehr als sieben Millionen Euro wurden bereits in einen Schießplatz für schwere Maschinengewehre investiert, der Ende 2025 eröffnet wurde.

Die Panzerbrigade mit 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern soll bis 2027 vollständig einsatzbereit sein. Etwa 2.000 Angehörige sind bereits in Rūdninkai stationiert. Litauen verfügt über rund 20.000 aktive Soldaten und eine gleiche Anzahl Reservisten. Das Land trägt damit zur verstärkten Präsenz der NATO an der Ostflanke gegen mögliche russische Aggression bei.

Rūdninkai ist das einzige Gelände in Litauen für Brigade-Manöver mit 1.500 bis 5.000 Soldaten. Andere Übungsplätze wie Pabradė und Gaižiūnai dienen kleineren Verbänden. Kleinere zivile Flächen in Tauragė und Šilalė werden für Kompanie-Übungen mit bis zu 150 Soldaten erweitert. NATO insgesamt fehlt es an ausreichend großen Trainingsgeländen für Divisions-Übungen mit 10.000 bis 30.000 Soldaten; Europas größte Manöverflächen sind nur ein Zehntel so groß wie die größten US-Trainingsgelände.

Kernpunkte:

  • Robertas Kaunas erklärt, dass Litauen strategisch und umfassend in Militärinfrastruktur investiert, um hochwertige Trainings- und Lebensbedingungen für deutsche und andere NATO-Soldaten zu gewährleisten.
  • NATO verfügt nicht über ausreichend Gelände für Feldübungen von Divisionsverbänden und darüber hinaus.
  • Litauens neues Militärlager nahe Belarus unterstreicht NATOs Ziel der verstärkten Präsenz an der Ostflanke gegen mögliche russische Aggression.

Quelle: Kreisbote (Deutsch)