Deutschland baut seine Streitkräfte mit erhöhten Mitteln, mehr Personal und neuem Wehrdienst aus. Eine repräsentative Umfrage des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) von April bis Mai 2026 mit über 2.200 Befragten zeigt breite gesellschaftliche Unterstützung für diesen Kurs. Zwei Drittel der Befragten sehen Russland als militärische Bedrohung für Deutschlands Sicherheit.
87 Prozent der Bevölkerung vertrauen der Bundeswehr, die damit unter den Institutionen nur von der Polizei übertroffen wird. 94 Prozent unterstützen die Verteidigung gegen einen Angriff auf Deutschland, 79 Prozent auch die Unterstützung angegriffener Verbündeter. 58 Prozent befürworten höhere Rüstungsausgaben und 64 Prozent mehr Personal. Dr. Timo Graf, Vertreter der ZMSBw, dokumentiert diese Trends.
Die Bereitschaft zu militärischem Engagement über die Bündnisverteidigung hinaus sinkt jedoch. So sprechen sich nur 51 Prozent für eine aktive deutsche Außenpolitik aus, ein Rückgang um sieben Punkte gegenüber dem Vorjahr. Bei der Bereitschaft zur Waffengewalt zeigen sich große Geschlechtsunterschiede: 53 Prozent der Männer sind grundsätzlich dazu bereit, aber nur 15 Prozent der Frauen.
Kernpunkte:
- Deutschland baut seine Streitkräfte durch erhöhte Mittel, mehr Personal und einen neuen Wehrdienst aus.
- Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung unterstützt den erweiterten militärischen Kurs, wie eine Umfrage der ZMSBw zeigt.
- Die aktuelle repräsentative Umfrage der ZMSBw wurde im April und Mai 2026 durchgeführt und befragte über 2.200 Personen.
Quelle: Sicherheit & Verteidigung (suv.report) (Deutsch)
