Russland hat der Nato mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht, sollte das Bündnis versuchen, die Exklave Kaliningrad zu isolieren. Der Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass Russland eine entsprechende Warnung an die Nato geschickt hat und erklärt, dass es sein gesamtes Arsenal einschließlich Angriffen auf Entscheidungszentren in Nato-Staaten einsetzen würde, um Kaliningrad zu verteidigen.
Die Nato-Sprecherin Allison Hart bestätigte den Erhalt des Schreibens und verurteilte die nukleare Rhetorik aufs Schärfste. Die Nato betont, dass sie ein Defensivbündnis ist und ihre Aktivitäten und Übungen keine Bedrohung für Russland darstellen. Das Bündnis forderte Russland auf, seinen Angriffskrieg in der Ukraine zu beenden.
Russland wirft der Nato vor, durch Militärübungen und Planungsszenarien mit Bezug zu Kaliningrad die Spannungen zu verschärfen, bestreitet aber jede Planung eines Militärangriffs auf ein Nato-Land.
Kernpunkte:
- Russland hat der Nato mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht, sollte das Militärbündnis versuchen, die Kaliningrad-Exklave zu isolieren.
- Russland würde bereit sein, sein gesamtes Arsenal zur Verteidigung einzusetzen, einschließlich möglicher russischer Angriffe auf Entscheidungszentren in Nato-Mitgliedstaaten.
- Der Kreml bestätigte, dass Russland eine Warnung an die Nato im Zusammenhang mit Kaliningrad geschickt hat.
Quelle: Tagesspiegel (Deutsch)
