Russische Botschaften in Brüssel und Dublin haben die NATO beschuldigt, die Kaliningrad-Region isolieren zu wollen, und mit dem Einsatz des "ganzen Arsenals" einschließlich Atomwaffen und "Präventivschlägen" gedroht. Die Drohungen folgen auf Aussagen von US-General Christopher T. Donahue, der erklärte, dass die USA und ihre Verbündeten Kaliningrad schneller als je zuvor vom Boden aus unterwerfen könnten, sowie auf Äußerungen des litauischen Außenministers Kęstutis Budrys, der sagte, dass die NATO in der Lage sei, die russische Luftverteidigung dort zu zerstören.
Russlands Präsident Wladimir Putin betonte, dass Russland "nicht für Kampfoperationen mit Europa" vorbereitet sei und "keine solchen Pläne" habe. Die NATO wies die russischen Vorwürfe zurück und erklärte, dass ihre Übungen keine Bedrohung für Russland darstellen, und verurteilte die "verantwortungslose Atomrhetorik".
Litauens Präsident Gitanas Nausėda kritisierte Russlands Entscheidung, ein Museum umzubenennen, und betonte, dass "Karaliaučius niemals Kaliningrad werden wird". Putins Sprecher beschuldigte Nausėda daraufhin, "Territorialansprüche" gegen Russland zu erheben.
Kernpunkte:
- Russische Botschaften in Brüssel und Dublin werfen der NATO vor, Kaliningrad isolieren zu wollen, und drohen der Allianz mit Russlands "ganzem Arsenal".
- Russland ist bereit, sein "ganzes Arsenal" einzusetzen, sollten NATO-Länder versuchen, die Kaliningrad-Region vom übrigen Russland zu isolieren.
- Die russische Brüsseler Vertretung beschwert sich über einen "beispiellosen Anstieg" der NATO-Aktivitäten an Russlands westlichen Grenzen.
Quelle: FAZ (Deutsch)
