Deutschland debattiert Wiederaufnahme von Gasimporten aus Russland

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In Deutschland wird diskutiert, ob wirtschaftliche Beziehungen zu Russland wiederhergestellt und Gasimporte resumiert werden sollen. Die Parteien AfD und BSW unterstützen diese Forderung, nachdem sie bei jüngsten Landtagswahlen Erfolge verzeichnet haben. Außenminister Johann Wadephul bestätigt laufende Gespräche mit Russlands Außenminister Lawrow, und SPD-Politiker Ralf Stegner traf im April 2025 mit russischen Politikern zusammen. Die Parteiführer Alice Weidel und Tino Chrupalla planen für das Frühjahr 2025 Gespräche mit hochrangigen russischen Vertretern über Energielieferungen.

Ökonomen warnen jedoch, dass russische Energie nicht günstiger wäre als aktuelle Importe. Holger Görg betont, dass Energie aus Russland kostspieliger ist, während die deutsche Chemieindustrie gemischte Positionen einnimmt. Christof Günther sprach sich 2025 für Erdgasimporte aus Russland aus, und Wolfgang Große Entrup argumentiert, dass eine Diskussion über Nord Stream in der Vergangenheit verweilt. Vor 2022 bezog Deutschland über die Hälfte seines Erdgases aus Russland. Russisches Flüssiggas kann aktuell noch in die EU importiert werden, wird aber ab 2027 vollständig verboten sein.

Kernpunkte:

  • AfD und BSW feierten Erfolge bei den jüngsten Landtagswahlen.
  • AfD und BSW befürworten die Wiederaufnahme wirtschaftlicher Beziehungen zu Russland.
  • Johann Wadephul traf sich mit Russlands Außenminister Lawrow.

Quelle: MDR (Deutsch)