US-Präsident Donald Trump hat einen Wechsel der ukrainischen Führung gefordert und Präsident Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, nicht zu Verhandlungen bereit zu sein und durch Angriffe auf russische Energieeinrichtungen zur Dieselknappheit beizutragen. Trump kündigte zugleich an, dass Russland über 300.000 Tonnen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern wird – ein Deal, den die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, Deutschland, Großbritannien und die EU als Untergrabung der Sanktionen gegen Russland kritisierten.
Russische Angriffe töteten mindestens 20 Menschen in Zaporizhzhia und beschädigten die ukrainische Stromversorgung erheblich. Selenskyj kritisierte die Schäden an der Infrastruktur und forderte von den USA Sanktionen und Druck auf Russland. Gespräche zwischen ukrainischen Delegierten und amerikanischen Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner in Miami endeten vorzeitig, nachdem Berichten zufolge mit dem Entzug von Geheimdienstinformationen gedroht wurde, sollte die Ukraine Angriffe auf russische Raffinerien fortsetzen.
Ein Führungswechsel ist derzeit verfassungsrechtlich unmöglich, da Wahlen während des Krieges ausgeschlossen sind. Wladimir Putin lehnt weiterhin Friedensangebote ab.
Kernpunkte:
- US-Präsident Donald Trump hat einen Führungswechsel in der Ukraine gefordert.
- Trump: „Das ist ein Krieg, der nie hätte ausbrechen sollen, und ich denke, es ist Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt."
- Trump beschuldigte Selenskyj zudem, mit Angriffen auf den russischen Energiesektor zur Knappheit an Diesel beigetragen zu haben.
Quelle: FAZ (Deutsch)
