Extremismusverdachtsfälle in der Bundeswehr 2025 leicht gestiegen

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Der siebte Bericht der Koordinierungsstelle für Extremismusverdachtsfälle (KfE) im Bundesministerium der Verteidigung dokumentiert die Extremismusabwehr des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) für 2025. Die Fallzahlen stiegen leicht an: Zum 31. Dezember 2025 bearbeitete der MAD insgesamt 1.350 Verdachtsfälle, 443 neue Fälle wurden im Berichtsjahr aufgenommen. Rechtsextremismus bleibt das dominierende Phänomen mit 1.059 Fallbearbeitungen, das sind 78 Prozent aller Extremismusverdachtsfälle.

Das Heer ist am stärksten betroffen und weist einen überproportional hohen Anteil von 42 Prozent auf. Besonders bemerkenswert ist ein Anstieg der Verdachtsfälle bei Soldaten unter 25 Jahren von 14 auf 21 Prozent, während die Altersgruppe 25 bis 34 Jahre von 34 auf 29 Prozent sank. Die Zeitsoldaten sind mit 72 Prozent aller Verdachtsfälle überrepräsentiert, obwohl sie nur 61 Prozent des Personalkörpers ausmachen. Im Sommer 2025 wurden dem Kommando Heer zahlreiche Vorfälle von sexuellem Fehlverhalten, Drogenkonsum und Rechtsextremismus im Fallschirmjägerregiment 26 in Zweibrücken gemeldet, wobei der MAD in diesem Zusammenhang 28 Verdachtspersonen bearbeitet.

Kernpunkte:

  • Der Siebte Bericht der Koordinierungsstelle für Extremismusverdachtsfälle (KfE) im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) zeigt das Lagebild zu Extremismusverdachtsfällen innerhalb des Geschäftsbereichs des BMVg (GB BMVg) für den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025.
  • Im Berichtsjahr 2025 stiegen die Fallzahlen der Extremismusabwehr des MAD erneut leicht an.
  • Der Schwerpunkt der Verdachtsfallbearbeitung lag weiterhin auf dem Phänomenbereich Rechtsextremismus.

Quelle: BMVG Veröffentlichungen (Deutsch)