Die Nato bleibt der beste Weg zu dauerhaftem Frieden in Europa, muss aber stärkere Führung zeigen, um gegen russische Aggression zu bestehen. Der Kommentar fordert tiefere militärische Integration zwischen europäischen Staaten, damit deren Aufrüstung nicht zur gegenseitigen Bedrohung wird. Russland provoziert kontinuierlich mit Aktionen in der Grauzone zwischen Krieg und Frieden und versucht, die europäische Einheit zu untergraben. Pro-russische Parteien in Deutschland und Frankreich arbeiten gegen die westliche Geschlossenheit.
Die Nato-Gipfelerklärung benennt Russland als langfristige Sicherheitsbedrohung und verankert das Prinzip "Nato 3.0": Sicherheit gegen finanzielle Investitionen. Die Vereinigten Staaten bleiben militärisch präsent, solange Europäer die Ukraine unterstützen und fünf Prozent des BIP für Verteidigung ausgeben. Dies gibt Europa Zeit, eine glaubwürdige Abschreckung aufzubauen.
Der Kommentar fordert auch die Schweiz auf, sich aktiv an Europas Sicherheitsrahmen zu beteiligen – etwa durch Beteiligung an Deutschlands Raumfahrtprogramm oder einer Alpenallianz gegen Raketen und Drohnen. Ein Nato-Optionspapier und tiefere Integration europäischer Armeen seien notwendig, damit die Schweiz nicht an Handlungsfähigkeit verliert.
Kernpunkte:
- Die Nato bleibt der beste Ansatz zum "ewigen Frieden" in Europa, muss aber mehr Führung übernehmen.
- Die europäischen Staaten sollen ihre militärische Kraft weiter integrieren, damit ihre Aufrüstung nicht zur gegenseitigen Bedrohung wird.
- Die Schweiz hat auch ein existenzielles Interesse daran.
Quelle: NZZ (Deutsch)
