Die Europäische Union überarbeitet ihre Arktis-Strategie angesichts grundlegender geopolitischer Veränderungen und beschleunigter Klimaveränderungen in der Region. Der norwegische Geheimdienst PST beobachtet, dass ausländische Akteure versuchen, kritische Infrastrukturen wie Häfen auszuspionieren, wobei Russland und China großes Interesse an der Region zeigen. Seit dem Angriff auf die Ukraine erweitert Russland seine militärischen Fähigkeiten in der Arktis, während China das Interesse an den Transportrouten der Region erhöht.
Die schmelzenden Eise öffnen neue Schifffahrtsrouten und ermöglichen Zugang zu Rohstoffen, was die strategische Bedeutung der Arktis erhöht. Gleichzeitig steigen die Temperaturen in der Arktis drei- bis viermal schneller als im globalen Durchschnitt und haben Folgen für lokale Menschen, Infrastrukturen und Sicherheit. Die EU muss klären, wie sie mit Partnern wie Norwegen, Island und Kanada zusammenarbeiten möchte, denn die Arktis ist nicht uninhabited, sondern Heimat von Menschen, darunter auch EU-Bürgern.
Kernpunkte:
- Die geopolitische Situation in der Arktis hat sich grundlegend verändert.
- Der Klimawandel beeinflusst den hohen Norden.
- Die EU überarbeitet ihre Arktis-Strategie.
Quelle: Tagesschau (Deutsch)
