Bundeskanzler Merz betonte beim Berlin Global Dialogue am 21. Oktober 2026, dass sich die globale Wirtschaftsordnung fundamental verändert hat. Märkte schließen sich, Lieferketten sind gestört und internationale Institutionen stehen unter Druck. Deutschland müsse seine Wettbewerbsfähigkeit durch mehr private Investitionen, Innovation und Bürokratieabbau erneuern.
Merz kündigte an, dass die Bundesregierung neue wirtschaftliche Stärke und Widerstandsfähigkeit anstrebt und neue Partnerschaften schmiedet. Er verwies darauf, dass ausländische Investitionen in Deutschland deutlich steigen und Deutschland unter den weltweiten Forschungsleidern rangiert. Die Europäische Kommission verhandelt und schließt neue Handelsabkommen weltweit ab.
Ein Schwerpunkt liegt auf strategischer Unabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen. Die G7 einigten sich, bei der Ressourcensicherheit zusammenzuarbeiten und gründen eine Allianz für kritische Mineralien. Europa muss eine neue Behörde für kritische Rohstoffe aufbauen. Merz betonte zudem, dass die G20 das Schlüsselformat für wirtschaftliche Zusammenarbeit bleibt und verwies auf die Bedeutung der Afrikanischen Union als G20-Mitglied.
Kernpunkte:
- Deutschland profitierte jahrzehntelang von immer offeneren Märkten, abgebauten Handelshemmnissen und gestärkten internationalen Regeln.
- Die Welt und Wirtschaftsordnung haben sich grundlegend verändert, mit schließenden Märkten, unterbrochenen Lieferketten und unter Druck stehenden internationalen Institutionen.
- Die Bundesregierung arbeitet auf neue wirtschaftliche Stärke und Widerstandsfähigkeit hin und schmiedet neue Partnerschaften.
Quelle: Bundesregierung Kompakt (Englisch)
