US-Strategie zum Tiefseebergbau gefährdet Partnerschaften im Pazifik

Die USA erklärten Tiefseebergbau im April 2025 zur nationalen Priorität, um ihren Zugang zu kritischen Rohstoffen zu sichern und Chinas Dominanz bei seltenen Erden und Batteriemineralien zu verringern. Der einseitige Kurs außerhalb der Internationalen Meeresbodenbehörde soll zwar strategische Abhängigkeiten reduzieren, schwächt aber aus Sicht der Analyse genau jene multilateralen Regeln, die chinesische Bergbauaktivitäten begrenzen und politisch einhegen könnten.

Gleichzeitig droht dieses Vorgehen die Beziehungen zu pazifischen Inselstaaten zu belasten, die auf internationale Governance, gerechte Beteiligung und Schutz mariner Ressourcen angewiesen sind. Ein regionales Partnerschaftsmodell mit transparenter Gewinnbeteiligung, Umweltstandards und langfristiger Rohstoffkooperation könnte den USA stabileren Zugang zu kritischen Mineralien sichern und zugleich ihre Abschreckungs- und Bündnisarchitektur im Indopazifik stärken.

Source: TheDiplomat.com · en