Deutschland erwägt Systemwechsel bei Organspenden bis 2030

Deutschland weist mit etwa elf Organspendern pro Million Einwohner weiterhin eine im internationalen Vergleich niedrige Organspendequote auf. Eine parteiübergreifende Gruppe von Abgeordneten schlägt deshalb vor, ab 2030 von der bisherigen Zustimmungslösung zu einer Widerspruchslösung überzugehen, bei der grundsätzlich jeder als Spender gilt, sofern kein ausdrücklicher Widerspruch vorliegt.

Medizinische Fachleute, Kirchen und gesellschaftliche Gruppen bewerten den Vorschlag unterschiedlich. Befürworter erhoffen sich mehr verfügbare Spenderorgane, während Kritiker ethische Fragen zu Selbstbestimmung und staatlichem Umgang mit dem menschlichen Körper betonen.

Quelle: tagesschau-all · de