Der Artikel vergleicht den Drohnenkrieg über Europa mit der Luftschlacht um England und untersucht Kiews strategische Anschläge auf russische Energieinfrastruktur, insbesondere Ölraffinerien, sowie Russlands Drohnenangriffe in den NATO-Luftraum. Im August und September wurden 22 der 38 großen russischen Raffinerien getroffen, was die russische Benzinproduktion an einzelnen Tagen um etwa ein Fünftel senkte. Die analysierten Daten zeigen erhebliche wirtschaftliche Belastungen für Russlands Kriegsmaschinerie: Die Öl- und Gaseinnahmen werden für 2025 um 22 Prozent niedriger prognostiziert als 2024, die Inflation liegt bei etwa acht Prozent, und der Leitzins der russischen Zentralbank beträgt 17 Prozent, während das Militär- und Sicherheitsbudget auf 38 Prozent des russischen Staatshaushalts 2026 anwachsen soll.
Der Artikel zeigt zudem, wie unbemannte Systeme die moderne Kriegsführung neu gestalten, ähnlich wie die Radarintegration die Luftverteidigung der 1940er Jahre umwandelte. Russische Drohnen sind mehrfach in NATO-Luftraum eingedrungen: Am 10. September flogen 23 russische Drohnen über Polen ein, wobei die NATO vier abschoss. Parallel werden europäische Häfen und Flughäfen bedroht, darunter Kopenhagens Flughafen am 22. September nach Aktivitäten des russischen Schiffs Aleksandr Shabalin. Die westliche Reaktion intensiviert sich: Französische Spezialeinheiten kaperten am 1. Oktober den russischen Schattenöltanker Boracay in der Bucht von Biskaya, und Spanien beschlagnahmte fünf Luxusvillas des CEO von Russian Helicopters.
Kernpunkte:
- 2.937 RAF-Flugzeugführer von 16 Nationalitäten flogen während der Luftschlacht um England gegen die Luftwaffe
- 966 britische Flugzeugführer (ein Drittel) wurden während der Luftschlacht um England getötet oder verwundet
- 22 der 38 großen russischen Raffinerien wurden im August und September getroffen
Quelle: Engelsberg Ideas (backfill) · en
