Namibia begeht am 28. Mai einen nationalen Gedenktag für den Genozid an etwa 100.000 Herero- und Nama-Menschen während der deutschen Kolonialherrschaft von 1904 bis 1908. Deutschland anerkennt seine moralische und politische Verantwortung für diese kolonialen Gräueltaten. Präsident Frank-Walter Steinmeier und Namibias Präsident Hage Geingob bekräftigen die Verpflichtung zu Versöhnung durch kulturelle Rückgaben, historische Forschung und bilaterale Zusammenarbeit. General Lothar von Trotha befahl die völlige Vernichtung der Herero im Oktober 1904 und der Nama im April 1905.
Kernpunkte:
- Zwischen 1904 und 1908 starben etwa 100.000 Herero- und Nama-Menschen bei kolonialen Gräueltaten
- Deutschland erkannte 2021 den Genozid und seine moralische, historische und politische Verantwortung an
- Der 28. Mai wurde in Namibia als Gedenktag für den Genozid festgelegt und markiert die Schließung von Konzentrationslagern 1908
Quelle: Bundesregierung Artikel · de
