Amnesty International wirft Israel ethnische Säuberungen im Westjordanland vor

Amnesty International hat einen Bericht veröffentlicht, der Israel beschuldigt, die systematische Vertreibung palästinensischer Beduinen und Hirten im Westjordanland zu orchestrieren. Die Organisation dokumentiert eine schrittweise Annexion besetzter Gebiete und zunehmende Siedlergewalt gegen Palästinenser. Amnesty fordert die österreichische Regierung und andere Staaten auf, Maßnahmen zu ergreifen und verweist auf Verletzungen des Völkerrechts und von UN-Resolutionen.

Kernpunkte:

  • Israelische Behörden haben in den letzten 3,5 Jahren Maßnahmen ergriffen, die auf die Vertreibung von Palästinensern aus dem C-Gebiet des Westjordanlandes abzielen
  • Das C-Gebiet macht über 60 % des Westjordanlandes aus und unterliegt seit dem Abkommen Oslo II von 1995 israelischer Zivil- und Militärkontrolle
  • Das Budget des israelischen Ministeriums für Besiedlung und nationale Angelegenheiten ist in drei Jahren um 122 % auf 764 Millionen Schekel (225 Millionen Euro) gestiegen

Quelle: ORF News · de