EU-Sanktionen könnten deutsche Fischstäbchen-Produktion belasten

Die EU plant, die Einfuhren von russischem Alaska-Seelachs nach Europa im Rahmen eines neuen Sanktionspakets über zwei Jahre um 50% zu reduzieren. Dies gefährdet deutsche Fischstäbchen-Hersteller und Tiefkühlfisch-Produzenten, die stark auf russische Lieferungen angewiesen sind. Deutschland ist der größte EU-Importeur von russischem Alaska-Seelachs und importierte 2024 insgesamt 93.500 Tonnen im Wert von 228 Millionen Euro. Weltweit größte Fischstäbchen-Fabriken befinden sich in Deutschland. Das Thünen-Institut warnt vor erheblichen Auswirkungen auf Versorgung, Preise und Beschäftigung in der deutschen Fischereiwirtschaft, da alternative Quellen begrenzt verfügbar sind.

Kernpunkte:

  • Deutschland ist der größte Importeur von Alaska-Seelachs-Filets aus Russland in der EU
  • 2024 wurden 93.500 Tonnen gefrorene Filets im Wert von etwa 228 Millionen Euro nach Deutschland importiert
  • Der russische Anteil an den Importen von Alaska-Seelachs-Filets stieg zwischen 2020 und 2024 von 15% auf 45%

Quelle: Spiegel · de