Drohnen und Luftverteidigung – Bilanz des russischen Luftkriegs gegen die Ukraine

In einer Podcast-Episode analysiert der Analyst Markus Welsch die Entwicklung des russischen Luftkriegs gegen die Ukraine. Seit Mitte 2024 hat Russland seine Strategie von Präzisionsschlägen zu Drohnen-Sattigungstaktiken verschoben, getrieben durch Kosten- und Logistikgründe. Die ukrainische Luftverteidigung hat ihre Fähigkeiten deutlich verbessert und erreicht aktuell eine Abfangquote von etwa 92 Prozent bei Langstreckendrohnen. Russland führt ungefähr vier großangelegte Luftkampagnen pro Monat mit jeweils über 500 Drohnen durch.

Die Episode erörtert die Bedrohungen durch Jet-getriebene Drohnen und KI-unterstützte Zielerfassung sowie Russlands Versuche, Ukraines Energieinfrastruktur zu zerstören. Der Energieversorger DTEK hat über 200 Treffer erlitten, doch drei aufeinanderfolgende russische Winterkampagnen zur Zusammenlegung des Energienetzes sind fehlgeschlagen. Darüber hinaus behandelt die Episode Lektionen für die NATO und die Bundeswehr bezüglich Luftverteidigung, Infrastrukturschutz und strategischer Positionierung gegen russische Bedrohungen, einschließlich der erfolgreichen Integration von F-16-Kämpfern und der schwedischen Gripen-Lieferungen in die ukrainische Luftverteidigung.

Kernpunkte:

  • Russland stellte sich ab Mitte 2024 auf verstärkte Drohneneinsetze um, getrieben durch Kosten- und Logistikgründe
  • Die ukrainische Luftverteidigung erzielte im Februar 2025 eine Abfangquote von 98 Prozent bei Langstreckendrohnen
  • Die Abfangquote der ukrainischen Luftverteidigung liegt derzeit bei etwa 92 Prozent in der Drohnenabwehr

Quelle: YouTube · de