Das Stimmvolk sagt Ja zur Zivildienstreform – künftig werden Zivis mindestens 150 Diensttage leisten müssen

Die Schweizer Bevölkerung hat die Reform des Zivildienstgesetzes mit 52,5 Prozent Zustimmung angenommen. Künftig müssen Personen, die vom Militär in den Zivildienst wechseln, mindestens 150 Diensttage leisten. Zudem werden bestimmte Zivildiensteinsätze für Mediziner eingeschränkt.

Die Befürworter sehen die Reform als Beitrag zur Stärkung der personell belasteten Armee angesichts der verschärften sicherheitspolitischen Lage in Europa. Gegner betonen hingegen, das Ergebnis sei kein Votum gegen den Zivildienst, sondern Ausdruck wachsender Sicherheitsbedenken in der Bevölkerung.

Die Debatte um die Zukunft des Schweizer Dienstsystems dürfte damit nicht beendet sein. Im Parlament werden bereits weitere Reformen diskutiert, darunter eine engere Verzahnung von Zivildienst und Zivilschutz sowie eine mögliche Wiedereinführung der Gewissensprüfung für Dienstverweigerer.

Quelle: NZZ