Dr. Hans Peter Bartels, ehemaliger Wehrbeauftragter und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sicherheitspolitik, diskutiert in einem Podcast-Interview die strukturellen und personellen Mängel der Bundeswehr seit der Reform von 2011. Er argumentiert, dass das Militär sich nach Russlands Invasion der Ukraine 2022 nicht angemessen vom Fokus auf Auslandseinsätze zur Territorial- und NATO-Verteidigung umgestellt hat. Bartels fordert eine umfassende Umstrukturierung, eine Personalaufstockung auf 255.000 bis 270.000 aktive Soldaten bis 2035 und eine Zielstruktur, die definiert, wie Reservekräfte organisiert und ausgestattet werden sollen.
Kernpunkte:
- Die Bundeswehr wurde 2011 mit einer letzten großen Reform, die sich auf Personalabbau statt Fähigkeitsentwicklung konzentrierte, in ihren Grundfesten beschädigt.
- Die Bundeswehr war für kleine Auslandseinsätze mit nur 70 Prozent des strukturell notwendigen Materials ausgelegt, was nach 2014 unzureichend wurde.
- Die Stärke des aktiven Personals stagniert seit 2011 bei 185.000, obwohl 2018 ein Ziel von 203.000 festgelegt wurde.
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