Mehrere der EU skeptisch gegenüberstehende Länder – Großbritannien, Norwegen und Dänemark – überdenken ihre Beziehung zur EU angesichts geopolitischer Risiken durch Russland, China und die unberechenbare Trump-Administration. In Großbritannien hat sich die öffentliche Meinung zu Brexit verschoben: 57 Prozent sehen den Austritt mittlerweile als Fehler an, und 70 Prozent der jungen britischen Wähler würden heute für einen EU-Beitritt stimmen. Premierminister Keir Starmer und sein Berater Lord Spencer Livermore haben eine mögliche Rückkehr Großbritanniens zur EU als unvermeidlich beschrieben. Brexit hat Großbritannien mindestens 4 bis 8 Prozent des BIP gekostet.
Norwegen und Dänemark vertiefen trotz historischer Vorbehalte ihre EU-Integration in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen. Norwegen wurde nach dem EU-Ausstieg aus russischem Gas 2022 zum größten Energielieferanten Europas. In Dänemark stimmten 70 Prozent der Bürger im Juni 2022 für eine Teilnahme an der europäischen Sicherheitspolitik, und die EU-Zustimmung liegt bei knapp 70 Prozent.
Kernpunkte:
- 57 Prozent der Briten betrachten den Brexit von 2020 als Fehler
- 70 Prozent der jungen britischen Wähler würden heute für einen EU-Beitritt stimmen
- Brexit hat Großbritannien mindestens 4 bis 8 Prozent des BIP gekostet
Quelle: NZZ · de
