Die Bundeswehr baut in Litauen eine ständige Brigade auf, um Russland abzuschrecken und NATOs Ostflanke zu stärken. Doch die Personalrekrutierung bleibt ein kritisches Problem. Trotz verdoppelter Gehälter und Familienunterstützungsangeboten haben sich bisher nur etwa 1.800 der benötigten 4.800 Soldaten freiwillig gemeldet. Verteidigungsminister Boris Pistorius räumte während eines Besuchs der laufenden Übung „Freedom Shield“ ein, dass freiwillige Personalgewinnung allein wahrscheinlich nicht ausreichen wird, um den Termin für volle Einsatzbereitschaft 2027 zu erreichen. Die Bundeswehr erwägt daher Zwangsversetzungen.
Kernpunkte:
- 2000 deutsche Soldaten und 900 Verbündete trainieren seit Ende Mai in der Übung „Freedom Shield“ kombinierte Kampfoperationen
- Die Litauen-Brigade soll bis Ende 2027 volle Einsatzbereitschaft erreichen
- Für die Brigade werden 4800 Soldaten und 200 zivile Mitarbeiter benötigt
Quelle: NZZ · de
