Deutschland kauft US-amerikanische Tomahawk-Marineflugkörper

Deutschland hat sich auf den Kauf von US-amerikanischen Tomahawk-Marineflugkörpern geeinigt, was seine Langstrecken-Schlagfähigkeit erheblich verbessert. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte die Vereinbarung nach seiner Rückkehr aus der Türkei an, wo die Einigung mit US-amerikanischen Beamten am Rande des NATO-Gipfels in Ankara diese Woche erreicht wurde. Deutschland hatte zuvor versucht, Tomahawks zu kaufen, doch diese Bemühungen waren von Washington abgelehnt worden. Das Land wird die Typhon-Abschussvorrichtungen kaufen müssen, um sie einzusetzen.

Das Geschäft kommt inmitten breiterer europäischer Bemühungen zur Stärkung der konventionellen Luftfahrtabschreckung gegen Russland zustande und folgt auf die offenbare Umkehrung der Position der Vereinigten Staaten bezüglich der Stationierung eines Langstrecken-Feuer-Bataillons in Deutschland. Der Ankauf wird als Übergangslösung angesehen, während Deutschland und andere europäische Nationen ihre eigenen fortschrittlichen Langstrecken-Schlagssysteme entwickeln. Deutschland ist Teil des European Long-Range Strike Approach (ELSA), einer von Frankreich geleiteten Initiative, an der auch Italien, Polen, Schweden und das Vereinigte Königreich beteiligt sind und die eine neue Langstrecken-Schlagfähigkeit entwickeln soll. Deutschland und das Vereinigte Königreich haben zudem Pläne zur gemeinsamen Entwicklung einer präzisions-Tiefschlagwaffe enthüllt.

Kernpunkte:

  • Berlin teilt mit, dass es sich auf einen Kaufvertrag mit den Vereinigten Staaten für US-amerikanische Tomahawk-Marineflugkörper geeinigt hat.
  • Eine Vereinbarung über den Verkauf von Tomahawk-Marineflugkörpern an Deutschland wurde mit US-amerikanischen Beamten am Rande des NATO-Gipfels in Ankara diese Woche erreicht.
  • Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte die Vereinbarung nach seiner Rückkehr aus der Türkei an.

Quelle: https://www.twz.com/land/germany-to-buy-ground-launched-tomahawk-missiles · en · neutral