Deutschland plant die Beschaffung amerikanischer Tomahawk-Marineflugkörper und deren Stationierung im Inland, um eine strategische Verteidigungslücke zu schließen. Merz gab an, dass sich Deutschland mit der US-Regierung auf diese Anschaffung geeinigt hat und gleichzeitig eigene europäische Langstreckensysteme mit NATO-Verbündeten entwickeln wird. Die Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund russischer Drohungen: Das Verteidigungsministerium verwies auf russische Iskander-Raketen und Flugzeuge in der Exklave Kaliningrad sowie geplante Stationierungen von Atomwaffen in Belarus. Unter dem Projekt ELSA (European Long-Range Strike Approach) arbeiten mehrere Verbündete an der Beschaffung von Langstreckenwaffen mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern, die nach dem Rückzug der USA aus dem INF-Vertrag 2019 wieder möglich sind.
Kernpunkte:
- Merz erklärte, dass sich Deutschland mit der US-Regierung auf den Erwerb amerikanischer Tomahawk-Marineflugkörper und deren Stationierung in Deutschland geeinigt hat.
- Merz erklärte, dass dieser Erwerb eine wichtige strategische Lücke in Deutschlands Verteidigung schließt.
- Merz erklärte, dass Deutschland an der Entwicklung eigener europäischer Systeme und ihrer Stationierung in Europa arbeiten wird.
Quelle: https://defence-industry.eu/germany-to-buy-u-s-tomahawk-cruise-missiles-for-domestic-deployment-to-close-strategic-defense-gap/ · en · neutral
