Das F127-Fregattenprojekt der Deutschen Marine soll die F124-Fregatten ersetzen und wird auf acht Einheiten mit geschätzten Kosten von 26,2 Milliarden Euro ausgebaut. Die Schiffe werden 178 Meter lang, 24 Meter breit und über 12.000 Tonnen Verdrängung haben, ausgestattet mit dem US-amerikanischen Aegis-Kampfmanagementsystem und dem Raytheon SPY-6(V)1-Radar, für das Deutschland der erste internationale Kunde wird. Das Projekt zeigt eine tiefe Abhängigkeit von US-Technologie auf: Selbst eine vollständig europäisch ausgerüstete F127 würde nicht unabhängig von den USA für GPS, militärische Satellitenkommunikation und Datenlinks wie Link 16 sein.
TKMS und NVL (Rheinmetall Naval Systems) kündigten im September 2024 ein Joint Venture zur Entwicklung an. Der Bundestag genehmigte im Dezember 2024 einen ersten Vertrag für Vorbereitungsmaßnahmen via FMS mit den USA für etwa 44,5 Milliarden Euro, und das US-Außenministerium billigte am 17. April 2026 den Export zahlreicher Kommando-, Radar- und Waffensysteme im Volumen von bis zu 11,9 Milliarden US-Dollar. Die Endentscheidung wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet, erste Auslieferungen ab 2034.
Kritisch wird die Dual-Architektur aus US-Aegis-System Mark 6 und dem europäischen CMS330 hinterfragt, die zusätzliche Kosten und Integrationsrisiken mit sich bringt. Auch die geplante Endmontage in der Marinearsenal Wilhelmshaven wirft Fragen zu Eignung und Kapazität auf. SM-3 für exoatmosphärische Raketenabwehr ist gegenwärtig nicht vorgesehen.
Kernpunkte:
- Die geplante Zahl der F127-Einheiten erhöhte sich von sechs auf acht.
- Die Gesamtkosten des F127-Projekts werden auf rund 26,2 Milliarden Euro geschätzt.
- Die F127-Fregatten sollen die F124-Fregatten ersetzen, die Mitte der 2030er Jahre außer Dienst gestellt werden.
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=mH–D-ln2Gk · de · mixed
