Das Institut für das Studium des Krieges (ISW) analysiert, dass der Kreml sich auf mögliche Massenunruhen in Russland vorbereitet und die Grundlagen für eine potenzielle Mobilisierung schafft. Dazu gehört neue Gesetzgebung, die es Personen mit Strafverurteilungen ermöglicht, in der Armee zu dienen, sowie vorgeschlagene Zivilschutzänderungen der Russischen Nationalgarde. Präsident Putin hat nach Angaben des ISW bereits ein Gesetz unterzeichnet, das ihm ermöglicht, Reservisten in Kampfzonen einzusetzen, ohne eine Mobilisierung auszurufen.
Der russische Duma-Abgeordnete Viktor Goremykin erklärte, dass das neue Gesetz den Pool der für Militärdienste geeigneten Russen erweitern und die Bemühungen zur Rekrutierung von Kämpfern für den Krieg gegen die Ukraine erleichtern wird. ISW-Analysten gehen davon aus, dass der Kreml dieses Gesetz nutzen wird, um schrittweise, teilweise Aufrufe von Reservisten durchzuführen. Die Analyse deutet darauf hin, dass der Kreml auch Vorbereitungen für eine formale Mobilisierung und möglicherweise das Verhängen von Kriegsrecht in Russland selbst trifft, um sich auf mögliche innere Unruhen vorzubereiten. Mobilisierung bleibt in der russischen Öffentlichkeit extrem unpopulär.
Kernpunkte:
- Der Kreml schafft die Grundlagen für eine mögliche Mobilisierung und bereitet sich auf potenzielle Unruhen in Russland vor.
- Die Russische Staatsduma verabschiedete ein Gesetz, das es Bürgern mit ausstehenden Strafverurteilungen ermöglicht, während formaler Mobilisierungsperioden Verträge mit dem Russischen Verteidigungsministerium abzuschließen.
- Viktor Goremykin erklärte, dass das neue Gesetz den Pool der für Militärdienste geeigneten Russen erweitern wird und Bemühungen zur Rekrutierung von Kämpfern für den Krieg gegen die Ukraine erleichtern wird.
Quelle: https://charter97.org/en/news/2026/7/23/692099/ · en · negative
