Bartels fordert Umbau der Bundeswehr: Weniger Stäbe, mehr Soldaten

Der frühere Wehrbeauftragte Dr. Hans Peter Bartels kritisiert die Folgen der Bundeswehr-Reform von 2011, die der damalige Verteidigungsminister Thomas de Maizière mit dem Ziel durchsetzte, die Streitkraft von 250.000 auf 185.000 Soldaten zu verkleinern und die Wehrpflicht auszusetzen. Diese Reform orientierte sich ausschließlich an Auslandseinsätzen wie in Afghanistan oder Mali und ließ die Bundeswehr unvorbereitet auf moderne Bedrohungen zurück. Bartels argumentiert, dass sich die Situation 2014 mit dem ersten Krieg in der Ukraine grundlegend änderte und Deutschland nun für Abschreckung und Verteidigung Europas bereit sein muss.

Der ehemalige Wehrbeauftragte fordert einen raschen Ausbau der Streitkraft mit mehr organischen Einheitsstrukturen und Integration von ziviler Logistik. Obwohl Ursula von der Leyen 2018 ein neues Zielstärke von 203.000 Soldaten setzte, stagniert die Bundeswehr immer noch bei etwa 185.000 Soldaten. Bartels kritisiert Verteidigungsminister Pistorius dafür, sich dem Status quo zu beugen, während die ukrainische Armee 800.000 und die russische Armee etwa 1,5 Millionen Soldaten umfasst. Deutschland müsse wie in der Kaltkriegzeit massiv zur europäischen Abschreckung beitragen und sollte gleichzeitig eine friedliche Lösung für die Ukraine und ihre mögliche EU-Mitgliedschaft anstreben.

Kernpunkte:

  • Dr. Hans Peter Bartels sagt, dass der Bundeswehr 2011 das Rückgrat gebrochen wurde.
  • Die Bundeswehr-Reform 2011 zielte auf Einsparungen und Verkleinerung von 250.000 auf 185.000 Soldaten ab.
  • Die Wehrpflicht wurde 2011 ausgesetzt, um die Verkleinerung der Bundeswehr zu ermöglichen.

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=7vpRVntpo_k · de · mixed