Medwedjew bestreitet russische Pläne für neue Mobilmachung

Dmitri Medwedjew, Vize-Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats, bestreitet Aussagen der ukrainischen Führung, wonach Russland eine neue Mobilmachung plane, und nennt dies eine „Lüge des Feindes". Er behauptet, dass die Personalerfordernisse der russischen Streitkräfte im ersten Halbjahr durch etwa 200.000 Freiwillige vollständig erfüllt worden seien.

Denoch berichten ukrainische Regierungskreise und russische Experten weiterhin von möglichen Eskalationen, darunter Angriffe auf NATO-Basen im Baltikum und in Rumänien. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies auf Nachfrage die Möglichkeit einer Kriegsausweitung nicht zurück. Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff deutete an, dass in Moskau derzeit "immer mehr Menschen" über eine zweite mögliche Mobilmachung nach den September-Dumawahlen sprächen.

Kernpunkte:

  • Dmitri Medwedjew bestreitet Pläne zu neuer Mobilmachung
  • Rund 200.000 Freiwillige haben sich im ersten Halbjahr für den Angriffskrieg gegen die Ukraine gemeldet
  • Es besteht keinerlei Notwendigkeit für eine Mobilmachung

Quelle: Welt (Deutsch)