Die EU erschwert wehrpflichtigen ukrainischen Männern die Flucht, indem sie vereinfachte Schutzmaßnahmen abschafft. Deutschland und andere EU-Mitgliedstaaten unterstützen diese Entscheidung der EU-Kommission. Dadurch müssen betroffene Männer reguläre Asylverfahren durchlaufen, in denen ihre Chancen auf Schutzstatus sinken.
Ukraine sucht nach über zwei Millionen Wehrpflichtigen angesichts hoher Desertionsquoten. Berichte deuten auf zunehmende Zwangsrekrutierung und Missbrauch hin. Grüne und Linke Politikerinnen wie Filiz Polat und Clara Bünger kritisieren die Änderungen als Angriff auf das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und warnen vor bürokratischen Belastungen.
Ausnahmen von der ukrainischen Ausreisesperre gelten für Väter von drei minderjährigen Kindern oder Personen mit medizinischer Befreiung vom Militärdienst.
Kernpunkte:
- Die EU hat Aufnahmebedingungen für wehrpflichtige ukrainische Männer verschärft und vereinfachte Schutzmaßnahmen gestrichen.
- Ukraine sucht nach über zwei Millionen Wehrpflichtigen aufgrund hoher Desertionsquoten.
- In der Ukraine nehmen Zwangsrekrutierung und Berichte über Missbrauch zu.
Quelle: Welt (Deutsch)
