Bundeswehr muss datenzentrierte Kriegsführung nach ukrainischem Vorbild entwickeln

Deutschland muss kriegsfähig werden und sich zur stärksten konventionellen Armee Europas entwickeln. Dies erfordert einen Übergang zur datenzentrierten Kriegsführung, bei der militärische Entscheidungen auf Datengrundlagen basieren und ein aggregiertes Lagebild für Soldaten entsteht. Kevin Tielen von Accenture erläutert, wie moderne Technologie und KI dabei zentral sind: KI kombiniert intelligent Daten von Tausenden von Sensoren auf modernen Schlachtfeldern, erkennt Korrelationen und erzeugt Wissen.

Die Ukraine ist ein fortgeschrittenes Beispiel für datenzentrierte Fähigkeiten, die aus Notwendigkeit entstanden sind und der Rest Europas deutlich hinter sich lässt. Die Bundeswehr arbeitet daran, aufzuholen – mit Projekten wie Cloud-Infrastruktur für verschiedene Klassifizierungsstufen und der Digitalisierung landgestützter Operationen. Bei KI-gestützten Kampfentscheidungen verfolgt die Bundeswehr einen "Man in the Middle"-Ansatz, bei dem ein Mensch aktiv die Entscheidung trifft.

Bei der Umsetzung müssen auch Russlands starke elektronische Kriegsführungsfähigkeiten berücksichtigt werden. In der Ukraine werden Drohnen in hochelektromagnetischen Szenarien über Glasfaserleitungen auf der letzten Meile kontrolliert.

Kernpunkte:

  • Deutschland muss kriegsfähig werden und konventionell die stärkste Armee Europas sein.
  • Datenzentrierte Kriegsführung bedeutet, militärische Entscheidungen auf Datengrundlagen zu treffen, um einen Überblick über die gesamte Situation zu erhalten.
  • KI wird verwendet, um Daten von Tausenden von Sensoren auf modernen Schlachtfeldern intelligent zu kombinieren, Korrelationen zu erkennen und Wissen zu schaffen.

Quelle: Sicherheit & Verteidigung (YouTube) (Deutsch)