Russland nutzt eine neue Hybrid-Kriegstaktik und rekrutiert über Online-Plattformen wie Telegram gewöhnliche Zivilisten in Europa – darunter Migranten und Minderjährige – um Sabotageakte durchzuführen. Diese Aktionen umfassen Fotografien von Militärstandorten, Beschädigungen von Infrastruktur und Cyberkriminalität. Sie sollen europäische Verteidigungsfähigkeiten testen, militärische Hilfe für die Ukraine verlangsamen und innere Instabilität schaffen, ohne einen konventionellen Konflikt auszulösen.
Die Rekrutierung erfolgt zunehmend über das Internet, Smartphones und verschlüsselte Messaging-Apps. Russland zielt besonders auf russischsprachige Migrantengruppen, Menschen in niedriger Kriminalität und Minderjährige ab – etwa ein Fünftel der beschuldigten ukrainischen Saboteure ist unter 18 Jahren. Geldanreize motivieren die meisten Beteiligten stärker als ideologische Gründe.
Europäische Länder, besonders jene an Russlands Grenzen, erkennen diese weitverbreitete Sicherheitsbedrohung zunehmend an und bekämpfen sie. Polen, die baltischen Staaten, Frankreich und Deutschland haben vor wachsender russischer verdeckter Aktivität gewarnt, die auf Infrastruktur, Militäreinrichtungen und Versorgungsketten zielt.
Kernpunkte:
- Russlands Invasion der Ukraine hat Europa beunruhigt und Fragen zur Kriegsbereitschaft aufgeworfen.
- In ganz Europa werden Menschen dabei erwischt, wie sie Militärstandorte fotografieren, Eisenbahnen sabotieren, Brände legen und andere Aufgaben im Auftrag des russischen Geheimdienstes ausführen.
- Viele dieser Menschen sind keine ausgebildeten Spione, sondern Teil einer neuen Taktik der Hybrid-Kriegsführung.
Quelle: Kyiv Independent (YouTube) (Englisch)
