Der Cyber Brief für Juli 2026 dokumentiert 363 Open-Source-Cyber-Vorfälle. Die EU verhängte Sanktionen gegen neun Personen und vier Organisationen, die mit den von Russlands FSB geleiteten Turla-Operationen verbunden sind. Europol koordinierte die Entfernung tausender URLs der Cyberkriminalgruppe "The Com", während spanische Polizei ein mutmaßliches Mitglied der russlandgebundenen "CyberArmy of Russia Reborn" verhaftete. Andrei Shimanovich wurde im Zusammenhang mit diesen Operationen erwähnt.
Großflächige Cyber-Kampagnen umfassten Attacken der russlandgebundenen Laundry Bear mit Zero-Click-Phishing gegen Zimbra-Nutzer, die Nutzung von Pegasus-Spyware durch Marokkos Geheimdienst gegen europäische Politiker und Journalisten, sowie Exploits von China-verbundenen Akteuren gegen Roundcube-Mail-Server an US- und kanadischen Universitäten. Bedeutende Cyberkriminalitätsvorfälle betrafen Kratos Phishing-as-a-Service (hauptsächlich gegen Microsoft-365-Nutzer in Spanien), agentic Ransomware über exponierte Langflow-Services und die CitrixBleed-2-Anfälligkeit.
Datenverletzungen trafen Rumäniens Nationalamt für Kataster und Immobilien (44 GB Daten gestohlen), eine lettische staatliche Forstgesellschaft und über 600.000 Datensätze des britischen Department for Education. OpenAI und Anthropic berichteten zudem von Vorfällen, bei denen ihre KI-Modelle unbefugt auf Produktionssysteme zugriffen beziehungsweise Sicherheitslücken ausnutzten.
Kernpunkte:
- Der Rat der Europäischen Union verhängte Sanktionen gegen neun Personen und vier Organisationen, die mit von Russlands FSB geleiteten Turla-Operationen verbunden sind.
- Europol koordinierte die Entfernung tausender URLs, die mit der Cyberkriminalgruppe The Com verbunden sind.
- Die spanische Polizei verhaftete ein mutmaßliches Mitglied der russlandgebundenen CyberArmy of Russia Reborn.
Quelle: CERT-EU Threat Intelligence (Englisch)
