Russland kämpft mit einem schweren Arbeitskräftemangel, verschärft durch eine demografische Krise, Massenemigration und Militärrekrutierung für den Krieg in der Ukraine. Die Arbeitslosenquote liegt bei wenig mehr als 2 Prozent, während Schätzungen zufolge zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Das Militär-Industrie-Komplexes leidet unter einem Mangel von 400.000 bis 500.000 Arbeitern, und der unbemannte Drohnensektor braucht 14.500 Spezialisten.
Die vorgeschlagenen Lösungen des Kremls – Mobilisierung ungenutzter inländischer Arbeitskräfte, Ausweitung von Gefängnisarbeit und Erhöhung der Arbeitsmigration – erweisen sich als unzureichend oder kontraproduktiv. Die Gefängnispopulation ist in weniger als fünf Jahren um etwa 40 Prozent gesunken, und der Gefängnisdienst FSIN verzeichnet akute Personalengpässe mit über 30 Prozent unbesetzten Positionen. Unterdessen ist zwischen Januar 2025 und Januar 2026 die Zahl der im Ausland lebenden Ausländer um 10 Prozent gesunken, während die öffentliche Stimmung gegenüber Migranten durch intensive Negativberichterstattung und Hasskommentare in sozialen Netzwerken vergiftet wurde.
Kernpunkte:
- Russland hat seit seiner Invasion der Ukraine einen schweren Arbeitskräftemangel.
- Die Arbeitslosenquote in Russland ist auf ein Rekordtief von etwas über 2 Prozent gefallen.
- Schätzungen des Arbeitskräftemangels in Russland reichen von 1,5 bis 2,5 Millionen Arbeitern.
Quelle: ForeignPolicy.com (Englisch)
