Der Arbeiter-Samariter-Bund und das Deutsche Rote Kreuz haben Anforderungen für einen möglichen neuen Zivildienst formuliert. Sie fordern eine Mindestdauer von neun bis zwölf Monaten, erhöhte Qualifizierungsangebote, freie Wahl des Einsatzbetriebe und die Anrechnung bereits geleisteter freiwilliger Dienste. Die Bundesregierung müsse den Großteil der Kosten tragen, und der Aufbau der notwendigen Strukturen benötige drei bis sechs Monate.
Die Linke kritisiert die "Geheimpläne" der Bundesregierung scharf als eindeutiges Indiz für geplante Wehrpflicht-Reaktivierung. Die Partei lehnt einen Zivildienst ab und fordert stattdessen die Stärkung freiwilliger Dienste wie das Bundesfreiwilligendienst und Freiwillige Soziale Jahr. Andere Organisationen äußern ebenfalls Skepsis und warnen davor, dass ein neuer Zivildienst nicht auf Kosten freiwilliger Engagement gehen darf.
Kernpunkte:
- Ein Zivildienst müsste mindestens neun, besser zwölf Monate dauern, damit junge Menschen etwas lernen und sich mit ihrer Aufgabe verbinden können.
- Die Qualifizierungskomponente müsste erheblich erhöht werden.
- Ohne echte Qualifizierung und bei kürzerer Dauer leisten Menschen nur ihre Zeit ab, was weder in ihrem noch in unserem Interesse liegt.
Quelle: Welt (Deutsch)
