Litauen warnt vor russischen Drohnen-Angriffen auf Baltikum

Litauens Verteidigungsminister Robert Kaunas warnte davor, dass Russland möglicherweise ukrainische Drohnen für Scheinanschläge auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten einsetzen könnte. Kaunas erklärte, dass Russland unter Präsident Wladimir Putin neue Eskalationen im Baltikum und Polen plane, da diese Regionen die nächsten Ziele seien.

Mehrere aktuelle Drohnenvorfälle untermauern die Sorgen: Eine unbekannte Drohne griff ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig/Halle an, das Munition aus Frankreich transportierte und mit dem Sprengstoff Semtex beladen war. Innenminister Alexander Dobrindt bezeichnete den Vorfall als "Hybrid-Angriffszenario". Eine russische Drohne traf den Bahnhof in Lozova in der Region Charkiw und tötete zwei Menschen. Präsident Wolodymyr Zelensky bestätigte, dass ukrainische Drohnen zwei Ölraffinerien in Russland angriffen, darunter eine in der Region Jaroslawl zum zweiten Mal in Folge.

Die NATO meldete einen Anstieg der Abfangflüge um 250 Prozent im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahr, da russische Militärflugzeuge wiederholt NATO-Luftraum ohne Flugplan testeten.

Kernpunkte:

  • Russland könnte ukrainische Drohnen für Scheinanschläge auf kritische Infrastruktur in der Baltischen Region nutzen, wie Litauens Verteidigungsminister Robert Kaunas am 6. August mitgeteilt hat.
  • Kaunas sagte: "Wir haben Daten, dass Russland unkonventionelle kinetische Anschläge auf kritische Infrastruktur in der Baltischen Region erwägt und wahrscheinlich ukrainische Drohnen dafür verwenden wird."
  • Eine unbekannte Drohne mit Videoübertragung griff ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig an.

Quelle: Kyiv Independent (Englisch)