Am Flughafen Leipzig/Halle wurde eine mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs vom Typ An-124 entdeckt. Die Drohne hatte einen fehlerhaften Zünder und explodierte nicht. Die Polizei entfernte den Zünder und entschärfte den Sprengstoff. Der Flughafen dient seit Russlands Invasion der Ukraine 2022 als Betriebsbasis für Antonov Airlines und wird auch von der Bundeswehr und NATO-Verbündeten für Logistikoperationen genutzt.
Innenminister Alexander Dobrindt bezeichnete den Vorfall als "neue Stufe der Bedrohung" für Deutschland und Europa. Ukrainische Beamte, darunter Oleksii Makeiev, warfen Russland direkt vor, hinter dem Zwischenfall und anderen sabotierenden Aktivitäten in europäischen Ländern zu stecken. Russland bestreitet jede Verantwortung.
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie verdächtiger Ereignisse: Im Juli 2024 brachen am Flughafen Leipzig und in einem britischen Lagerhaus Brände aus, ausgelöst durch Brandvorrichtungen. Polnische Behörden verhafteten Verdächtige in Verbindung mit einer mutmaßlichen Sabotageaktion. NATO-Länder sind zudem mit einer langfristigen Kampagne von Luftraumverletzungen durch vermutete russische Drohnen und andere Luftfahrzeuge konfrontiert. Zwischen August 2024 und Februar 2026 manövrierten Hunderte russischer Drohnen durch den Luftraum von zwölf NATO-Mitgliedstaaten. Im Juli schoss ein rumänisches Kampfflugzeug eine vermutete russische Drohne ab, nachdem es drei Tage lang zu Luftraumverletzungen gekommen war.
Kernpunkte:
- Eine Sprengstoff-Drohne wurde am Flughafen Leipzig/Halle gegen Mitternacht Mittwoch in der Nähe eines ukrainischen An-124-Frachtflugzeugs gefunden.
- Die Drohne explodierte vermutlich nicht bei ihrem Ziel, weil der Zünder fehlerhaft war.
- Die Polizei entfernte den Zünder und entschärfte die Sprengstoff.
Quelle: Stars and Stripes — Europe (Englisch)
