Taiwan führt umfassendste Militärübung gegen simulierten chinesischen Angriff durch

Taiwan hat seine jährliche zehntägige Militärübung „Han Kuang" gestartet, die als die umfassendste in der Geschichte des Landes gilt. Zehntausende Soldaten, Reservisten und Zivilisten üben die Verteidigung gegen einen chinesischen Angriff. Die Übung testet neue Waffensysteme wie amerikanische Abrams-Panzer und trainiert die Verteidigung kritischer Infrastruktur, die Verlagerung von Produktion, den Zivilschutz sowie den Umgang mit Internetunterbrechungen und Cyberattacken. Taiwan verlangsamte während der Übung absichtlich das Mobilfunknetz für Tests.

China erhöht seit Jahren militärischen, diplomatischen und Propagandadruck auf Taiwan und macht Anspruch auf die Insel als Teil seines Territoriums. Schiffe der Marine und Küstenwache, Kriegsflugzeuge und Drohnen umzingeln die Insel. Peking möchte die 23 Millionen Taiwanesen durch wachsenden Druck zur Kapitulation bewegen.

Japans Premierministerin Sanae Takaichi signalisierte militärische Unterstützung für Taiwan zur Abschreckung Chinas. Philippiniens Verteidigungsminister Gilbert Teodoro Jr. erklärte, sein Land könne bei einem Konflikt zwischen China und Taiwan nicht neutral bleiben. Taiwans Präsident Lai Ching-te hat das Verteidigungsbudget massiv erhöht und möchte eine Drohnenindustrie ohne chinesische Komponenten aufbauen. Verteidigungsminister Wellington Koo betonte die engere Zusammenarbeit mit den USA. Präsident Donald Trump verschob die Entscheidung über ein weiteres 14-Milliarden-Dollar-Paket.

Kernpunkte:

  • Taiwan hat seine jährliche Militärübung begonnen.
  • Die Übung ist die umfassendste in der Geschichte des Landes.
  • Zehntausende Soldaten, Reservisten und Zivilisten üben einen chinesischen Angriff.

Quelle: NZZ (Deutsch)