Brandenburgs Innenminister fordert bessere Drohnenabwehr für kritische Infrastruktur

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann sieht in dem nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle eine Eskalation durch Russland. Eine Drohne mit vermutlich sprengfähigem Material wurde nahe einer ukrainischen Transportmaschine entdeckt und von Spezialisten der Bundespolizei entschärft. Redmann interpretiert den Vorfall als Teil einer russischen Strategie zur Destabilisierung Deutschlands und zum Angriff auf strategisch wichtige Strukturen.

Redmann fordert Gesetzesänderungen, um Betreiber kritischer Infrastruktur in die Lage zu versetzen, Drohnen selbst abzuwehren. Dies soll durch Delegationen von Befugnissen zur Drohnenbekämpfung bei Kraftwerken und Umspanneinrichtungen geschehen. Ein zusätzliches Anliegen ist es, öffentlich zugängliche Informationen über kritische Infrastrukturen besser zu schützen. Redmann verwies auf das extrem kurze Zeitfenster von 60 bis 90 Sekunden zwischen Drohnenerkennung und möglicher Abwehr sowie auf die bisherige Schwierigkeit, Drohnenführer ausfindig zu machen.

Kernpunkte:

  • Brandenburgs Innenminister Jan Redmann sieht in dem nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle eine neue Qualität der Bedrohung.
  • Dass in Leipzig mit einer Drohne mit vermutlich sprengfähigem Material im Umfeld von Transportflugzeugen agiert wurde, ist eine Eskalation.
  • Russland versucht in Deutschland, strategisch wichtige Strukturen anzugreifen.

Quelle: Nordkurier (Deutsch)