Ein Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig zeigt Deutschlands wachsende Anfälligkeit für hybride Bedrohungen und Drohnenanschläge. Die Bundesregierung hat umfassende Maßnahmen eingeleitet, um sich dagegen zu wappnen. Dazu gehört das im März 2026 in Kraft getretene "KRITIS-Dachgesetz" zum Schutz kritischer Infrastruktur sowie eine Reform des Bundespolizeigesetzes mit erweiterten Befugnissen der Bundespolizei in der Drohnenabwehr. Seit Dezember 2025 verfügt die Bundespolizei über eine Drohnenabwehr-Einheit.
Die Bundesregierung hat zudem das Gemeinsame Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) gegründet, das am 17. Dezember 2025 als gemeinsame Koordinierungsstelle von Bundes- und Landespolizeien, Bundeskriminalamt, Bundespolizei und Bundeswehr operativ wurde. Bundesinnenminister Dobrindt eröffnete zusammen mit Vertretern der Sicherheitsbehörden am 16. Juni 2026 das Gemeinsame Abwehrzentrum für hybride Bedrohungen (GAZ Hybrid), um Spionage, Sabotage, Desinformation und Cyberanschläge ausländischer Akteure zu bekämpfen.
Kernpunkte:
- Die Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig zeigt deutlich, dass Deutschland zunehmend hybriden Bedrohungen, Sabotage und Drohnenangriffen ausgesetzt ist.
- Deutschland ist mit seinen Sicherheitsbehörden vorbereitet und hat bereits wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung solcher Anschläge eingeleitet.
- Das "KRITIS-Dachgesetz" ist im März 2026 in Kraft getreten und soll den Schutz kritischer Infrastruktur verbessern.
Quelle: Bundesregierung Kompakt (Deutsch)
