Der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung hat sich am Freitag unter Leitung von Kanzler Friedrich Merz telefonisch zu einem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle beraten. An dem Flughafen wurde eine Drohne mit professionellen Sprengstoff (Semtex und PETN) sowie einem Zünder entdeckt, die fast unsichtbar für Flughafen- und Sicherheitssysteme sein soll. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen des besonderen Gewichts übernommen und geht von versuchtem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und gefährlichem Eingriff in den Flugverkehr aus.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger warnt, dass Deutschland gegen solche Drohnenanschläge nicht ausreichend geschützt ist und flächendeckend Abwehrtechnologie fehlt. Der CDU-Politiker Thomas Röwekamp fordert eine Zentralisierung der Verantwortung für Drohnenabwehr beim Bundesinnenministerium. Experten warnen, dass solche Vorfälle künftig häufiger auftreten könnten und Deutschlands kritische Infrastruktur besser gesichert werden muss.
Kernpunkte:
- Der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung hat sich am Freitag zu dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig beraten.
- Die Beratungen fanden telefonisch statt und wurden von Kanzler Friedrich Merz geleitet.
- Merz steht in ständiger Abstimmung mit Bundesminister Alexander Dobrindt und anderen Regierungsmitgliedern zu den Ereignissen in Leipzig.
Quelle: FAZ (Deutsch)
