Taiwan verfügt trotz wachsender Bedrohung durch China über unzureichende Zivilschutzfähigkeiten. Während Organisationen wie Kuma Academy, unterstützt durch eine Spende von über 31 Millionen US-Dollar vom Geschäftsmann Robert Tsao im Jahr 2022, und die Forward Alliance Initiativen vorantreiben, bleiben diese fragmentiert und nicht vollständig mit staatlichen Strukturen abgestimmt. Das Land könnte seine Widerstandsfähigkeit durch die Erfahrungen der Ukraine und das institutionalisierte Zivilschutzmodell Südkoreas stärken, das einen dualen Ansatz für Naturkatastrophen und militärische Notfälle nutzt.
Taiwan hat zwar ein Rechtsgerüst mit dem Zivilschutzgesetz von 2001 etabliert, doch nur 2 bis 13 Prozent der lokalen Zivilschutzbudgets fließen in taktische Schulungen. Parteiische innenpolitische Konflikte verzögern notwendige Reformen. Eine verbesserte Zivilschutzbereitschaft ist entscheidend, um Taiwan gegen Krisenszenarien in der Straße von Taiwan wappnen zu können.
Kernpunkte:
- Taiwans Abschreckungsstrategie stützt sich stark auf US-Waffenverkäufe, Sicherheitshilfe und militärtechnische Zusammenarbeit.
- Reine konventionelle Abschreckung übergeht den Konfliktvektor, der eine Krise in der Straße von Taiwan wahrscheinlich prägen wird: Zivilschutz.
- Taiwans Seekabelnetz bleibt anfällig für Sabotage.
Quelle: TheDiplomat.com (Englisch)
