Sicherheitsrat berät über Drohne mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig

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Eine mit Sprengstoff beladene Drohne wurde Mittwochnacht von einem Mitarbeiter im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle entdeckt und von Experten der Bundespolizei entschärft. Das Explosivgerät enthielt Semtex und PETN, detonierte aber nicht, weil der Zünder defekt war. Der Flughafen ist ein zentraler Umschlagplatz für Militärhilfen an die Ukraine und Heimatbasis des NATO-Luftfahrtprogramms SALIS.

Die Generalbundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls und prüft den Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Eingriffe in den Luftverkehr. Bundesminister Alexander Dobrindt sprach von einem "neuen Bedrohungsszenario" und "hybriden Angriffszenario", das möglicherweise fremde Mächte einbezieht. CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter verdächtigt Russland hinter dem Vorfall, während Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge von möglichem russischem Staatsterrorismus sprach.

Die Behörden vermuten eine Verbindung zu russischen Einflussnahmen auf die anstehenden deutschen Landtagswahlen. Sicherheitsbehörden warnten vor gezielten russischen Desinformationskampagnen im Rahmen der "Operation Matroschka", die auch bei der Bundestagswahl des Vorjahres beobachtet wurde. Alle Parteien außer der AfD und dem Bündnis Sahra Wagenknecht sind von diesen Maßnahmen betroffen. Moskau führt eine breite Hybridkampagne durch, um die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Ostdeutschland zugunsten der AfD und BSW zu beeinflussen.

Kernpunkte:

  • Merz steht in "laufendem Austausch" mit Bundesminister Alexander Dobrindt und anderen deutschen Regierungsmitgliedern bezüglich der Ereignisse in Leipzig.
  • Eine Drohne wurde Mittwochnacht von einem Flughafenmitarbeiter im Sicherheitsbereich der Cargo-Operationen des Flughafens Leipzig/Halle entdeckt.
  • Das angebrachte Sprenggerät wurde von Experten der Bundespolizei entschärft.

Quelle: ORF News (Deutsch)