Am Flughafen Leipzig/Halle wurde eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge entdeckt und zum Absturz gebracht. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts einer versuchten Sprengstoffexplosion und gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Ein beim Starten durchgeführtes Flugzeug könnte mit einem zweiten kleineren Flugobjekt kollidiert sein.
Experten und deutsche Politiker deuten auf Russland als möglichen Täter hin. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, Kremlchef Wladimir Putin teste damit Deutschland, während Innenminister Alexander Dobrindt von einem "hybriden" Angriff "fremder Mächte" spricht. Russland-Experte Matthias Uhl erklärte, dass "auf den ersten Blick manches dafür spricht, dass möglicherweise russische Geheimdienste verwickelt sind". Der GRU wird für verschiedene Operationen im Westen verantwortlich gemacht; in Litauen stehen fünf mutmaßliche Täter mit GRU-Verbindungen vor Gericht.
Moskau weist alle Vorwürfe kategorisch zurück. Der Kreml und Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnen die Anschuldigungen als "Provokation" Kiews. Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew spekuliert über ukrainische Provokationen oder prorussische Untergrundbewegungen. Die offiziellen deutschen Stellen halten sich bislang mit direkten Schuldzuweisungen an Moskau zurück.
Kernpunkte:
- Viele Experten zeigen nach dem Fund einer Drohne mit Sprengstoff wieder schnell auf Russland als Tatverdächtigen.
- Bundesinnenminister Alexander Dobrindt spricht zurückhaltender von einem "hybriden" Angriff "fremder Mächte".
- Kanzler Friedrich Merz behauptete, dass Kremlchef Wladimir Putin so Deutschland testen wolle.
Quelle: Handelsblatt (Deutsch)
