Rose Gottemoeller, ehemalige Vizegeneralsekretärin der NATO, erörtert die Zukunft der Rüstungskontrolle nach dem Auslaufen des New-START-Vertrags zwischen den USA und Russland am 5. Februar. Zum ersten Mal seit 50 Jahren gibt es nun keine vertraglichen Beschränkungen für die strategischen Atomwaffenarsenale beider Länder. Obwohl Wladimir Putin eine einjährige Verlängerung der Vertragsgrenzen angeboten haben soll, lehnte Donald Trump dieses Angebot ab. Gottemoeller betont die Bedeutung von nuklearer Stabilität und Vorhersehbarkeit angesichts der massiven Expansion des chinesischen Atomwaffenarsenals – das US-Verteidigungsministerium schätzt, dass China bis 2035 etwa 1.500 Sprengköpfe erreichen könnte – sowie der durch KI-Technologien beschleunigten Kriegsführung. Sie hinterfragt zudem die weit verbreitete Annahme, dass Atomwaffen immer konventionelle Angriffe abschrecken, und argumentiert, dass Rüstungskontrolle ein wesentlicher Bestandteil der nuklearen Abschreckung ist.
Kernpunkte:
- New START ist am 5. Februar abgelaufen.
- Zum ersten Mal in 50 Jahren gibt es nun keine vertraglichen Grenzen für die strategischen Atomwaffenarsenale der USA und Russlands.
- Trump scheint eine echte persönliche Abneigung gegen Atomwaffen zu haben.
Quelle: Lowy Institute (YouTube) (Englisch)
