Ehemalige Sowjetrepubliken streben zunehmend nach Unabhängigkeit und orientieren sich dem Westen zu, während Russland seine imperialen Ambitionen zur Kontrolle dieser Länder nicht aufrechterhalten kann. Länder wie die Ukraine, Moldau, Armenien und Aserbaidschan lösen sich erfolgreich aus Moskaus Einflusssphäre ab, obwohl Belarus unter Alexander Lukashenko und Georgien unter Bidzina Ivanishvili weitgehend in Russlands Orbit verbleiben. Dieser Wandel vollzieht sich nicht primär durch EU- oder NATO-Politik, sondern durch den eigenständigen Souveränitätswillen dieser Länder und Russlands schwindende wirtschaftliche sowie politische Attraktivität.
Kernpunkte:
- Moskau will Osteuropa und den Südkaukasus in seiner imperialen Einflusssphäre halten.
- Die EU schuf 2004 die Europäische Nachbarschaftspolitik, um Beziehungen zu östlichen und südlichen Nachbarn zu strukturieren.
- Russland invasion Georgien im August 2008.
Quelle: NZZ (Deutsch)
