Zeitgenössische Kriege lassen sich immer seltener entscheidend beenden, weil strukturelle Bedingungen wie Atomare Abschreckung, Bündnisverpflichtungen, wirtschaftliche Verflechtung und technologische Transparenz Eskalationswege einengen und strategische Abschlüsse unwahrscheinlich machen. Der Krieg in der Ukraine und Konfrontationen im Nahen Osten zeigen, wie sich militärische Auseinandersetzungen über längere Zeit hinziehen, ohne zu eindeutigen militärischen Ergebnissen zu führen.
Kernpunkte:
- Eine steigende Zahl zeitgenössischer Konflikte scheint unter bestimmten strukturellen Bedingungen einer entscheidenden Lösung zu widerstehen.
- Atomare Abschreckung, technologische Transparenz, Bündnisverpflichtungen und wirtschaftliche Verflechtung beschränken Wege zu einer entscheidenden militärischen Lösung, ohne den Konflikt zu beenden.
- Der Krieg in der Ukraine zeigt, wie prolongierte militärische Operationen nicht notwendigerweise zu entscheidenden militärischen Durchbrüchen oder politischen Lösungen unter gegenwärtigen strukturellen Zwängen führen.
Quelle: The Defence Horizon Journal (Englisch)
