US-amerikanische Geheimdienste haben ihre Bewertung der russischen Bedrohung geändert und halten einen begrenzten russischen Militärangriff auf die NATO zwischen 2026 und 2029 nun für möglich – ein Abweichen von früheren Einschätzungen, dass dies während des Ukraine-Kriegs nicht geschehen würde. Der Analyst Meelis Oidsalu betont, dass diese Neubewertung weniger dramatisch ist als sie zunächst erscheint, da die USA diese Erkenntnisse bereits vor Monaten an die nordischen und baltischen Länder sowie Polen weitergegeben haben.
Ein solcher Angriff könnte eher ein Werkzeug der horizontalen Eskalation als ein eigenständiges Ziel Moskaus sein. Estlands Geheimdienst hat dieses russische "Zwei-Fronten"-Szenario bereits als wahrscheinlich eingestuft. Der frühere NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte bereits einen Russland-NATO-Konflikt für real gehalten. Als möglicher Eskalationspunkt wird die Annexion des norwegischen Svalbard-Archipels genannt.
Russland könnte Drohnenschwärme und massive Luftangriffe als Ersatz für Atomdrohungen einsetzen. Der Westen muss seine Drohnenabwehr und den Schutz kritischer Infrastruktur deutlich beschleunigen.
Kernpunkte:
- US-Geheimdienste glauben, dass Russland die NATO bereits in diesem Jahrzehnt, speziell zwischen 2026 und 2029, mit einem kleineren Militärangriff treffen könnte.
- Die Wahrscheinlichkeit einer begrenzten russischen Bodenoffensive bleibt niedrig.
- Russlands Großoffensive gegen die Ukraine selbst signalisierte eine wachsende Möglichkeit eines Angriffs auf die NATO.
Quelle: ERR News (Englisch)
