Zelensky: Russland plant Vollmobilisierung nach Parlamentswahl

Präsident Volodymyr Zelensky erklärte, dass die Ukraine Belege für Russlands Pläne zur Vollmobilisierung nach der Parlamentswahl im September gefunden hat. Demnach plant Russland die Rekrutierung von mehreren hunderttausend zusätzlichen Truppen bis Jahresende und erneut im nächsten Jahr. Die Pläne seien durch interne russische Dokumente bestätigt worden, die Zelensky mit seinen Geheimdiensten besprochen habe.

Zum gleichen Zeitpunkt führten russische Streitkräfte Raketenanschläge auf ukrainische Städte durch. Bei Angriffen auf Zaporizhzhia mit nordkoreanischen Ballistische- und Zircon-Marineflugkörpern wurden sieben Arbeiter des Stahlwerks Zaporizhstal getötet und 24 weitere verletzt. Das Werk, eines der größten nicht zerstörten Stahlwerke, hat die Produktion vollständig eingestellt. In Kyiv wurde ein Zivilist verletzt.

Ukrainische Streitkräfte führten Gegenanschläge durch und trafen Ölraffinerien in der Orenburger Oblast und ein Wildberries-Logistikzentrum in der Woronesch Oblast. Bei einem Drohnenangriff auf die Woronesch Oblast wurde ein 49-Jähriger getötet und zwei weitere verletzt. Ein ukrainischer MiG-29-Kampfjet stürzte in der Odesa Oblast ab, der Pilot konnte sich jedoch sicher ausschleudern.

Kernpunkte:

  • Volodymyr Zelensky erklärte, dass die Ukraine Belege dafür sah, dass Moskau eine Vollmobilisierung nach Russlands Parlamentswahl im nächsten Monat plant.
  • Putins Plan ist nicht besonders kompliziert: Nach den sogenannten Wahlen plant er eine zusätzliche schnelle Mobilisierung von mehreren hunderttausend Russen bis Jahresende und derselben Zahl im darauffolgenden Jahr.
  • Zelensky sagte, dass die Pläne durch interne russische Dokumente bestätigt seien, die er in einem Treffen mit Geheimdiensten besprochen habe.

Quelle: Kyiv Independent (Englisch)